15 - Die Aus- und Weiterbildung der Patentanwälte

 Zum Zielpublikum der Fortbildungsgänge der Akademie gehören auch jene, welche sich erst in der Ausbildung zu Patentanwälten befinden. Dem Vernehmen nach, erfahren diese Adepten während ihrer Patentanwaltsausbildung zum Thema erfinderische Tätigkeit sehr wenig. Wenn sie sich die in der Akademie angebotenen Inhalte beherzigen, dann werden ihnen viele Einzelheiten auch auf den übrigen Gebieten des Patentwesens leichter verständlich sein. Es versteht sich, dass zum Zielpublikum auch bereits erfahrene Patentanwältinnen und Patentanwälte gehören. Dies deswegen, weil die bisherige Doktrin betreffend die Beurteilung der erfinderischen Tätigkeit die Ansicht vertritt, wonach sich zur erfinderischen Tätigkeit nichts Näheres sagen lässt (sic!)

 Diese Ansicht gilt ganz offensichtlich nicht mehr, wenn man das Buch „Das Unterbewusste und die erfinderische Tätigkeit“ von Kulhavy durchliest. Das Europäische Patentamt (EPA) hat in seinen „Richtlinien“ bloss Winke genannt, anhand welchen es möglich sein soll zu entscheiden, ob eine neue Lösung eines technischen Problems auf einer erfinderischen Tätigkeit beruht oder nicht. Im Buch von Kulhavy wird dagegen in einer rational verständlichen Weise erläutert, wie man genau darüber entscheiden kann, ob eine neue Lösung eines technischen Problems auf einer erfinderischen Tätigkeit beruht oder nicht. Diese Beurteilungsweise kann in keinem Widerspruch zu der Praxis von EPA stehen. Dies vor allem deswegen, weil die Praxis von EPA auf die bloss unverbindlichen Winke abstellt, und somit keine eindeutige Doktrin zur Durchführung dieser Art der Beurteilung von Erfindungen darstellt. Die im Buch dargebotene Lehre ermöglicht einen sehr tiefen Einblick in die Probleme der Beurteilung der erfinderischen Tätigkeit.

 Patentanwälte  (PA)  1 mal 3 Stunden an einem Wochentag oder an einem Samstag

Besucher: Patentanwälte und Patentanwaltsanwärter;

Thema: Erfinderische Tätigkeit anhand der von S. Kulhavy geschriebenen Bücher „Erfindungs- und Patentlehre“ sowie „Das Unterbewusste und die erfinderische Tätigkeit“.